In diesem Ratgeber
Nach einem Todesfall
Was passiert mit Krypto nach dem Tod?
Das Gesamtbild: feststellen, was existierte, wer handeln darf, Zugang erlangen, bewerten und verteilen, und welcher Ratgeber jeden Schritt abdeckt.
Kryptowährung verschwindet nicht, wenn ihr Eigentümer stirbt, aber niemand kann sie „nachschlagen” wie ein Bankkonto. Es gibt kein Register, keine zentrale Stelle und keinen Kontoauszug im Briefkasten. Was als Nächstes passiert, hängt von fünf Fragen ab, die der Reihe nach beantwortet werden, jede Frage hat einen Ratgeber, und wer die Reihenfolge überspringt, riskiert Fehler im Nachlass.
Die fünf Schritte
- Gab es Krypto? Der Nachlass wird rechtmässig durchsucht, Geräte, Unterlagen, Finanzunterlagen, Korrespondenz. (Siehe Krypto des Verstorbenen finden.)
- Wer darf handeln? Der gesetzliche Vertreter wird nach den örtlichen Regeln des Rechtsgebiets bestimmt. Der Besitz eines Geräts ist keine Befugnis. (Siehe rechtliche Befugnis und technischer Zugriff.)
- Wo wurde es verwahrt? Die eine entscheidende Frage: Ein Börsenkonto folgt der offiziellen Prozedur der Börse; Krypto in eigener Verwahrung hängt von den hinterlassenen Schlüsseln und Dateien ab. (Siehe Börse oder eigene Verwahrung.)
- Was ist es wert? Die Bewertung erfolgt sorgfältig und ehrlich; Regeln und Sätze unterscheiden sich von Land zu Land. In der Schweiz ist die Erbschaftssteuer kantonal geregelt. (Siehe Krypto und Erbschaftssteuer.)
- Wie wird verteilt? Der Nachlass wird nach Testament und örtlichem Recht geteilt. (Siehe Krypto zwischen Erben aufteilen.)
Die zwei Kräfte in jedem Schritt
Jeder dieser Schritte wird von denselben zwei Kräften bestimmt: rechtliche Befugnis (wer handeln darf, festgestellt durch Erbbescheinigung, Testament oder das kantonale Äquivalent) und technischer Zugriff (welche Geräte, Wörter, Passwörter und Dateien tatsächlich existieren). Keine erzeugt die andere. Eine gerichtliche Entscheidung erzeugt keine Seed-Phrase; eine Seed-Phrase macht niemanden zum Erben.
Was überall gleich bleibt
- Bewahren, bevor Sie handeln. Resets, Updates und wiederholte Passwortversuche können den einzigen Zugangsweg zerstören.
- Teilen Sie niemals geheimes Material. Seed-Phrasen, private Schlüssel und Passwörter gehen nirgendwo hin, nicht für „Hilfe”, nicht für „Verifizierung”.
- Niemand kann Wiederherstellung garantieren. Wer das tut, ist ein Alarmzeichen.
- Bewahren Sie die Beweise. Notieren Sie, wer was und wann gefunden hat; spätere Streitigkeiten entscheiden sich anhand der Aufzeichnungen.
Was sich von Land zu Land unterscheidet
Eigentum, Nachlassverfahren, Befugnis des Willensvollstreckers, Erbrecht und Steuern sind Fragen des örtlichen Rechts. Die Rechts- und Steuerseiten dieser Website sind für ihr eigenes Rechtsgebiet geschrieben, datiert, und sie sagen es, wenn Sicherheit nicht möglich ist. Wenn Sie unsicher sind, welche Regeln welches Kantons oder welches Landes gelten, fragen Sie früh einen qualifizierten lokalen Fachmann, statt zu raten.
Wo Sie beginnen
Ist der Todesfall frisch und noch nichts angefasst, beginnen Sie bei den ersten Schritten nach einem Todesfall. Ist bereits etwas gefunden worden, gehen Sie zu was habe ich gefunden.
Quellen und nützliche Links
- ch.ch, Erbrecht in der SchweizGeprüft 2026-08-13